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Im Donaudelta, Rumänien

July 23, 2015

Als Rainer und ich vor etwa einem Jahr auf dem Flugfeld Tempelhof eine vogelkundliche Exkursion mit Derk Ehlert unternahmen, fragten wir nach seiner Donaudelta-Reise. Er meinte: “Gut dass ihr fragt, gestern haben 2 Leute abgesagt. Schickt eine mail an mich, dann könnt ihr mit.” Inzwischen habe ich gelernt, dass man sich gut 2 Jahre vorher für die beliebten Reisen mit Derk anmelden sollte. Die Gruppen sind auch mit 8-10 Teilnehmern klein. Die Reise ins Donaudelta bedient unsere Leidenschaften: Vögel beobachten und kennenlernen und Schiffchen fahren. Ich habe eine Auswahl von Fotos in chronologischer Reihenfolge in den Beitrag eingefügt und kurz kommentiert.
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Der madode Charme in Tulcea, Rumänien

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Es scheint eine gewisse Vorliebe für Dreiecke zu geben, auch bei mir als Betrachterin.

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Ein close-up der Fassade. Es wird wohl nichts dran gemacht.

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Michael von unserer Orni-Gruppe konnte die Pflanze benennen, ich hab den Namen leider vergessen, fand sie aber wunderschön.  (per email kam noch von Michael:  Bei dem abgebildeten Baum handelt es sich um eine Art der Albizie, den Seidenbaum. „In der Gattung der Albizia ist Albizia julibrissin die Art, die am weitesten in den gemäßigten Klimazonen verbreitet ist. Diese Baumart ist winterhart bis etwa -15 °C.“)

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Rosa Pelikane haben einen “Kamin” gefunden und segeln ganz ruhig und elegant in großer Höhe.

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Eine Blauracke. Am Anfang unserer Reise hätte ich nicht gedacht, dass wir diesen schönen Vogel so oft sehen würden. Am letzten Tag war er schon fast nichts besonderes mehr.

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Bienenfresser. Die sind nach den Pelikanen und dem Rallenreiher meine Lieblingsvögel geworden.

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Rainer durfte – selten zwar – aber er durfte auch mal ans Ruder. Eine Bachstelze begleitete uns eine Weile. “Kapitän” wurde Rainer manchmal genannt.

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Eine Kuh mit einem schönen Gesicht.

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Nach etwa 6-7 täglichen Stunden auf dem 12m-Boot gingen wir nochmal zu Fuß los, dann mit Spektiven und Fernglas sowieso. Es tat unglaublich gut, sich ein bisschen die Füße zu vertreten und sich zu bewegen.

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Auf der Distel befinden sich 2 Distelfinken, Stieglitze.IMG_7346

Ein Purpurreiher

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Ein Drosselrohrsänger. Mir wurde gesagt, er würde “kalle-kalle-kri-kri”singen. Ich hab es einfach nicht gehört. Das hat wirklich gedauert. Erst als ich verstand, wie genau das “kalle-kalle-kri-kri” klingt, war es auch in meiner Wahrnehmung existent.

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Ein Bienenfresser im Baum – obwohl er so bunt ist, bedeutet es für mich eine Herausforderung, ihn auch zu finden.

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Eine Blindschleiche

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Jede Menge Frösche

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Wir gingen während der goldenen Stunde durchs Dorf, unbefestigte Straßen, und Dorfbevölkerung.

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Unsere liebenswerte Schiffsköchin, Christina, die während der Vormittage leckere Suppen und Stews zubereitete und nach Bedarf Kaffee reichte.IMG_7291

Typische Pose unseres Guides Mihai, immer aufmerksam das Umfeld abscannend, um uns Vögel zu präsentieren. Er benutzte seine Nikon-Kamera mit 300mm-Objektiv plus Extender als Fernglas und macht super gute Fotos, die er auch auf seiner Webseite oder bei Facebook zeigt.

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Mihais Fuß

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Eine kleine Pause für die Köchin Christina.

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Die Suppe, die wir regelmäßig mit grünen Chilli-Schoten pimpten, manche waren scharf, andere noch schärfer, manche harmlos.

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Eine Uferschnepfe

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Derk zeigte uns Sichler, Seidenreiher, Silberreiher

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Gesichtet

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Am Schwarzen Meer schwammen wir in durch die Donau verdünntem Salzwasser, gefühlte 27°C. IMG_7455

Ein bisschen wie Christos Sonnenschirme, nur dass seine gelb und zahlreicher waren.

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Derk erzählte uns, dass sich dort an der Donaumündung die Kühe sehr gerne aufhalten. Es ist immer windig, d.h. so gut wie keine Insekten können die Kühe ärgern.

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Hier gab es viele, viele, viele Weißbart-Seeschwalben mit ihren Babys – wie Derk und Mihai die Küken nannten.

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Eine funktionierene traditionelle Familie.

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Das ist ein junger Nachtreiher.

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Das ist ein Silberreiher, der im Begriff ist abzuheben. Da der Vogel dahinter einen schwarzen Schnabel zu haben scheint, denke ich, dass es ein Seidenreiher ist.

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Heu

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Mihai erklärte uns, dass tote Bäume nicht entfernt werden dürfen.IMG_7532

Pferde.

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Und das gehört zu Karaorman, dem unheimlichsten Ort aller Orte. Ich wurde ausführlich darauf vorbereitet. Wer in Karaorman war, kommt als anderer Mensch dort weg – wenn er denn wegkommt. Keiner sollte sich von der Gruppe entfernen und etwa alleine dort durchgehen. Tiere bewohnen verlassene Häuser, unheimliche Dinge geschahen. IMG_7545

Nicht mal in Wikipedia konnte ich viel über Karaorman finden. Ceausescu hat die Stadt wohl bauen lassen, hatte gerade mal einen Besichtigungstermin, bei dem ein einziges Haus fertig war. Dann wurde Ceausescu gestürzt, hingerichtet und sein Vorhaben verfiel zu einer Geisterstadt.IMG_7557

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Dieses Pferd bewohnt eine 65 m2- Wohnung im Hochparterre rechts.

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Unser Reiseteilnehmer Hans-Jürgen nannte diese Pilze passenderweise “Düngerlinge”.

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Auf der anderen Seite der unheimlichen Dorfseite gab es ganz normale Häuser, Gärten, Störche.IMG_7584

Die Reifen müssen in der großen Mittagshitze ja irgendwie vor dem Platzen geschützt werden.

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Unser Struppi. Bei der Vorbereitung der Reise wurde uns eingebleut, ja die vielen Straßenhunde in Rumänien zu ignorieren. Man würde sie sonst nie wieder los. Dieser Hund für 2 Stunden war toll. Wenn wir standen und Wiedehopfe und Blauracken anschauten und den Steinkauz und Pirol suchten, legte er sich entspannt hin und wartete geduldig. Im Gegensatz zu den armen angeketteten Wachhunden bellte er überhaupt nicht. Coole Begegnung.

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Unser Schiff, das Mihai in Amsterdam erstanden hat und auf einem Tieflader nach Rumänien hat bringen lassen.
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Mihai hatte Wels, Hecht und Karpfen erstanden. Christina verarbeitete die Fische dann auf dem Schiff zu einer Fischsuppe.

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Hier trafen wir auf Massen von Rosa Pelikanen, die im Wasser fischten, durch unser Durchfahren aber gestört wurden.IMG_7616

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Das Nest einer Beutelmeise. Die Männchen basteln sie für jeweils eine Brut, dann müssen sie ein neues konstruieren.

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Mihai erläutert uns den Unterschied zwischen den Neuen und den Alten Orthodoxen Christen in einem Kloster des Athanasius(?)

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Ein Distelhut.

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Das Nest eines Rotfußfalken mit Jungtier.

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Die Fischsuppe, bei der wir zuerst die Fischstücke sezierten, um besser die Gräten entfernen zu können.  Der Fisch wurde mit einem Knoblauchsuppendip gereicht.  Danach gab es den gemüsigen Fischsud.  Wegen meiner fehlenden Lesebrille gelang mir das Trennen von Fisch und Gräten eher suboptimal.

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Ein Grauspecht.  Den Gesang lernte ich in den Tagen zuvor durch Mihai gut kennen.  Der Kosmos Vogelführer beschreibt ihn treffend: ” …6-9 Pfeiftöne, die sukzessive in der Tonhöhe abfallen und nach den drei Anfangstönen langsamer werden kikiki kü-kü-kü-kü kö, leicht nachzupfeifen, ohne den lachenden Ton des Grünspechts, klingt eher wehmütig.”

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Patricia entdeckte den ziemlich großen Greif da hinten auf dem toten Ast.  Es war ein Seeadler.

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In Mila 23 bekamen wir gefillte Fisch:  Hecht, dem die Gräten schon entnommen waren, der Fisch wurde als Farce mit Gewürzen wieder in die Fischhaut gefüllt, dazu gab es Fischbuletten.

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Ja, man kann das Fliegengitter doch sehen.  Ich hatte es nicht geglaubt.  Trotzdem erkennt man gut, dass der Sonnenuntergang bombastisch war.

Am Tag darauf fuhren wir mit dem Schiff wieder zurück nach Tulcea und von dort nach einer extrem lauten Partynacht, die mir den Schlaf raubte, im Kleinbus nach Bukarest.

Fazit:  eine tolle Reise mit tollen und fachlich versierten Reiseleitern und tollen, bereichernden Gruppenteilnehmern, die ich mir ja vorher nicht aussuchen konnte.

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From → daily stuff

2 Comments
  1. Michaela Schulz permalink

    Liebe Karin, das ist ja eine ganz wunderbare Reisedokumentation mit phantastischen Fotos …hast Du toll gemacht ! 1000 “likes” von Michaela…und ganz liebe Grüße 🙂

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