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Blast

January 16, 2013

Polza Mancini in Blast 1 Masse  ist ungeheuer fett und verabscheut sich selbst.  Er steht unter Mordverdacht und wird von 2 Polizisten verhört.  In Rückblenden erfährt man seine Lebensgeschichte.  Nach dem Tod seines Vaters – ungleich mager, vogelähnlich – fühlt er sich frei, seine Frau zu verlassen und lebt wild im Wald, wo er den ersten Blast erlebt.

Das ist ein englisches Wort, schwer zu übersetzen… Es bezeichnet den Druckeffekt, die Stoßwelle einer Explosion, und da steht man nun, mit diesem Überdruck auf der anderen Seite… Als wäre man für einen Sekundenbruchteil schwerelos, von innen heraus zerstört, bevor Hitze und Trümmer einen überhaupt erreichen.  Dieser Augenblick, das ist der Blast.

Er bezeichnet sich selbst als Penner, einer, der sich im Gegensatz zum Obdachlosen  freiwillig für seinen Lebensstil entscheidet.  Im Wald trifft er auf Serben, die sich in einer Republik organisieren mit einem jährlich selbstgewählten Präsidenten.  Sie wollen Polza in ihre Gruppe integrieren.  Polza sagt zum Präsidenten:

Dein Nächster, deine Republik, die Welt… das alles dient nur einem Zweck.. dein moralisches Wohlbefinden zu gewährleisten:  Die verbissene Illusion von Tugend, mit der du die Leere ausfüllst.

Ich lebe im Wald, weil sie mich reizt, die Leere… sie soll sich ausdehnen, so sehr, dass sie mir das Fett ersetzt.

Polza frisst Schokoriegel und säuft im Wald.  Er erkrankt an hepatitischer Insuffizienz.

Die Ironie dabei ist, dass alle Ärzte, mit denen ich zu tun hatte, mir gesagt haben, wenn ich nichts dagegen unternähme, würde ich an den Folgen meines Übergewichts sterben.. … und nun war es ausgerechnet das, was mir hilft, mein Gewicht zu ertragen, was mich krank macht:  der Alkohol.

Da dies der erste Band war, wurde nicht geklärt, ob sich der Mordverdacht gegen Polza Mancini bestätigt.  Die Zeichnungen sind graustufig-weiß.  Manu Larcenet zeichnet ganz klare Linien und tuscht.  Ich habe keine Ahnung in welcher Reihenfolge.  Alle Figuren haben Zwerg-Nase-ähnliche riesige Nasen, die manchmal wie angepappte Pappnasen wirken.  Lese-Seh-Empfehlung?  Ich finde, dass ja.  Ich hab das Buch übrigens  aus der Stadtbibliothek Treptow-Köpenick in meinen Kiez geschickt bekommen.  Großartig.

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From → Was ich so lese

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